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Berühmte Künstler

Die Motive aus der Kollektion Berühmte Gemälde gehen auf Werke großer Maler zurück. Hier stellen wir die Künstler kurz vor, deren Arbeiten wir als Kunstdruck anbieten. Die Werke sind gemeinfrei, die Drucke basieren auf hochauflösenden Museumsvorlagen.

Katsushika Hokusai, Porträt von Keisai Eisen, vor 1848
Bildquelle: Keisai Eisen, Porträt des Katsushika Hokusai, vor 1848. Wikimedia Commons, gemeinfrei.

Katsushika Hokusai

Katsushika Hokusai (1760 bis 1849) war Maler und Holzschnittmeister in Edo, dem heutigen Tokio. Über sieben Jahrzehnte hinweg schuf er Tausende von Werken, Landschaften, Tiere, Pflanzen, Alltagsszenen. Seinen Namen wechselte er dabei mehr als dreißigmal, die Neugier blieb. Mit über siebzig schrieb er, dass er erst mit hundert Jahren wirklich zu zeichnen verstehen werde.

Die Serie „36 Ansichten des Berges Fuji“ entstand um 1830 und enthält sein bekanntestes Blatt, „Die große Welle vor Kanagawa“. Das tiefe Preußischblau, damals frisch aus Europa importiert, und die klare Komposition machten Hokusai später zum Vorbild für Monet, van Gogh und viele andere. Im Raum wirken seine Motive grafisch und ruhig zugleich. Auf Alu gebürstet bekommt die Welle zusätzliche Tiefe, auf Leinwand bleibt sie weicher.

Textquellen: The Metropolitan Museum of Art, New York (metmuseum.org); The British Museum, London (britishmuseum.org); Museum of Fine Arts, Boston (mfa.org).

Claude Monet, Porträt von Nadar, 1899
Bildquelle: Nadar, Claude Monet, 1899. Wikimedia Commons, gemeinfrei.

Claude Monet

Claude Monet (1840 bis 1926) gilt als Begründer des Impressionismus. Sein Gemälde „Impression, Sonnenaufgang“ von 1872 gab der Bewegung ihren Namen. Monet malte nicht, was er wusste, sondern was er sah: Licht, Luft und Farbe in einem bestimmten Augenblick. Kathedralen, Heuschober und Seerosen hielt er in Serien fest, oft dutzende Male, um dieselbe Ansicht in immer neuem Licht zu zeigen.

1883 zog er nach Giverny in der Normandie und legte dort den Garten mit dem Seerosenteich an, der ihn bis zum Lebensende beschäftigte. Die späten Seerosenbilder lösen sich vom Gegenständlichen und wirken bis heute erstaunlich modern. Im Raum geben Monets weiche Übergänge und Farbflächen Ruhe und Tiefe. Auf Leinwand kommt der malerische Charakter am besten zur Geltung.

Textquellen: Fondation Claude Monet, Giverny (fondation-monet.com); Musée Marmottan Monet, Paris (marmottan.fr); Musée d’Orsay, Paris (musee-orsay.fr).

Vincent van Gogh, Selbstbildnis, 1889
Bildquelle: Vincent van Gogh, Selbstbildnis, 1889, Musée d’Orsay, Paris. Wikimedia Commons, gemeinfrei.

Vincent van Gogh

Vincent van Gogh (1853 bis 1890) begann erst mit 27 Jahren zu malen. In den zehn Jahren, die ihm blieben, entstanden rund 850 Gemälde und mehr als tausend Zeichnungen. In Paris lernte er 1886 den hellen Impressionismus und die japanischen Holzschnitte kennen, beides veränderte seine Farbe grundlegend. 1888 zog er nach Arles in die Provence, wo das südliche Licht seine bekanntesten Bilder prägte.

Rund 35 Selbstbildnisse hat er gemalt, oft, weil ihm das Geld für Modelle fehlte. Sie zeigen einen Maler, der mit jedem Bild den eigenen Pinselstrich weiter zuspitzt: kurze, gerichtete Striche, Farbe direkt aus der Tube, Komplementärkontraste. Zu Lebzeiten kaum beachtet, gehört er heute zu den meistgesehenen Künstlern überhaupt. Im Raum bringen seine Bilder Bewegung und Wärme. Auf Leinwand tritt die Struktur des Farbauftrags spürbar hervor.

Textquellen: Van Gogh Museum, Amsterdam (vangoghmuseum.nl); Musée d’Orsay, Paris (musee-orsay.fr); Kröller-Müller Museum, Otterlo (krollermuller.nl).

Henri Matisse, Selbstbildnis, 1918
Bildquelle: Henri Matisse, Selbstbildnis, 1918, Musée départemental Matisse, Le Cateau-Cambrésis. Wikimedia Commons, gemeinfrei.

Henri Matisse

Henri Matisse (1869 bis 1954) kam über einen Umweg zur Kunst: Er hatte Jura studiert und begann mit dem Malen während einer langen Krankheit. 1905 stellte er in Paris Bilder mit reinen, ungemischten Farben aus. Ein Kritiker nannte die Gruppe um ihn „Fauves“, die Wilden. Matisse nahm den Namen gelassen. Für ihn war Farbe kein Abbild, sondern ein eigenes Ausdrucksmittel, und die Fläche wichtiger als die Tiefe.

„Der Tanz“ von 1909 zeigt in fünf Figuren und drei Farben, wie weit er diese Reduktion trieb. Im Alter, als das Malen körperlich schwer wurde, schnitt er Formen aus bemaltem Papier und legte sie zu Bildern. So entstanden die Mappe „Jazz“ mit dem „Ikarus“ und die Serie der „Blauen Akte“. Diese späten Arbeiten sind klar, leicht und bis heute unverbraucht. Im Raum setzen sie einen ruhigen, farbstarken Akzent. Auf Acrylglas gewinnen die Flächen an Leuchtkraft.

Textquellen: Musée Matisse, Nizza (musee-matisse-nice.org); Musée départemental Matisse, Le Cateau-Cambrésis (museematisse.fr); The Museum of Modern Art, New York (moma.org).